14 Apr

Fair geht anders

klinikTSt
Ich hatte mich noch im September darüber gefreut, dass das Duisburger Sana Klinikum, gelegen im Wahlkreis Wanheimerort Ost, die örtliche Flüchtlingsinitiative mit einem Begegnungsfest unterstützt hatte und dabei auch die Leistungsfähigkeit und das soziale Engagement der Beschäftigten, gerade von Küche und Haustechnik, aufzeigte.
Umso viel mehr ärgert es mich heute, bei einem Gespräch mit dem Betriebsrat zu erfahren, wie die Sana Geschäftsführung mit den Beschäftigten im nicht medizinischen Bereich offenbar nunmehr umgeht. Gerade auch die Beschäftigten im Bereich der Küche sind, wie auch in der Presse dargestellt, vom Verlust ihrer Arbeitsplätze bedroht. Und das wohl auch eben deshalb, weil ihnen im Zusammenhang mit dem Ankauf der vormals städtischen Anteile, der Bestand alter Rechte von der Sana zugesichert wurde. Sie sind nun von der geplanten Schließung ganzer Bereiche und dem Outsourcing der Aufgaben betroffen. Dies dann ohne Auffanggesellschaft oder die Aussicht auf die Beschäftigung bei den zukünftigen Auftragnehmern, die dann „Sorge“ hätten die alten Regelungen für diese Arbeitnehmer übernehmen zu müssen. Selbst die Suche nach alternativen Arbeitgebern gestaltet sich unter dem nunmehr aufgebauten Zeitdruck sehr schwierig. Ich finde dieses Verhalten läuft dem Geist der ursprünglichen Vereinbarungen zu wider und ist ein weiteres Beispiel für fragwürdiges „Arbeitgeber“- Verhalten.
Ich danke dem Betriebsrat ausdrücklich für die Einladung und die Gelegenheit zum Gespräch, das meinem Ratskollegen Jürgen te Paß und mir die Situation aus Sicht der Betroffenen verständlich gemacht hat.
Ich wünsche den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, dass sich, in Verhandlungen mit Gewerkschaften und Betriebsrat, unterstützt von Politik und kritischer Öffentlichkeit und hoffentlich auch schließlich doch noch der Sana, Lösungen ergeben, die weitere Beschäftigung, möglichst weiterhin im Klinikum, ermöglichen.

Nachtrag
Mit Dieter Kersten, dem Vorsitzenden unserer Duisburger IGBCE Ortsgruppe Duisburg, habe ich gerade meinen Vorschlag, wie auch im heutigen Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern, besprochen, am 11.6. unseren gemeinsamen Stand beim W’orter Stadtteiljubiläum für den Betriebsrat zu öffnen, wenn dieser das möchte.