28 Sep

Für ein digitales Duisburg – Zukunftschancen nutzen

Die Digitalisierung umfasst viele Lebensbereiche. Wir wollen die Möglichkeiten und Chancen in Duisburg nutzen. Dazu werden wir in der Ratssitzung den „Masterplan Digitales Duisburg“ beschließen und damit den Weg für einen weiteren Digitalisierungsprozess öffnen, der sich weiter fortschreiben wird. Eine Vielzahl von konkreten Projekten und Maßnahmen werden Duisburg „smarter“, also nachhaltig „digitaler“ machen und gut für unsere Zukunft aufstellen.

Flächendeckende Breitbandversorgung

Grundvoraussetzung für ein digitales Duisburg ist eine flächendeckende Verbesserung der Breitbandversorgung für Unternehmen, für Privathaushalte und nicht zuletzt für Schulen und andere Bildungsstätten. Die erforderliche Netzinfrastruktur muss rasch und konsequent ausgebaut werden. Der Masterplan enthält zahlreiche digitalpolitische Handlungsfelder: E-Government, Wirtschaft, Mobilität, Wohnen, die Infrastruktur und Bildung. Hinter smarter Infrastruktur verbirgt sich insbesondere auch die Überwachung und Vernetzung der lokalen Strom-, Wasser- und Gasversorgung sowie die Wasser- und Abfallentsorgung.

Bürgerfreundliche Verwaltung

Wir wollen, dass vor allem die Duisburgerinnen und Duisburger unmittelbar von der Digitalisierung profitieren. Verwaltungsvorgänge sollen beschleunigt und Behördengänge nicht mehr unbedingt notwendig werden. Viele Dienstleistungen im Bürgerservice müssen auch digital und per „Tap“ oder „Klick“ für die Bürgerinnen und Bürger möglich sein. Auch das responsive Serviceportal und Open Data sind wichtige Schritte in diese Richtung. Besonders die Online-Terminvergabe erleichtert bereits jetzt den Gang zum Bürgeramt und reduziert unnötige Wartezeiten.

Kostenloses WLAN in Bussen und Bahnen

Der Masterplan Digitales Duisburg umfasst aktuell 22 Projekte. Dazu gehören zum Beispiel ein Baustellen-Viewer, eine Mieter-App der GEBAG, die DVG-App, kostenloses WLAN in Bussen und Bahnen der DVG, das Ehrenamtsportal oder ein Touren-Finder für Schülerbeförderung. Mit Letzterem können Eltern Fahrpläne ihrer Kinder einsehen oder Beförderungsanträge stellen.

Intelligente Straßenbeleuchtung

Ein weiteres konkretes Projekt ist eine Testanlage für intelligente Straßenbeleuchtung an der Friedrich-Wilhelm-Straße am Kantpark. Die smarte Beleuchtung wird mit reduzierter Leistung betrieben. Nähern sich Fahrzeuge oder Passanten dem Straßen- oder Gehwegabschnitt, wird die Ausleuchtung erhöht. Auf diese Weise kann Energie eingespart und unerwünschte Lichtemission reduziert werden. Auch bei Ruhestörungen kann die smarte Beleuchtung durch helleres Licht reagieren; zugleich kann das Ordnungsamt durch die intelligenten Steuerungsalgorithmen alarmiert werden. Das Sicherheitsempfinden kann so an ausgewählten Stellen erhöht werden. Darüber hinaus können die smarten Straßenlaternen Sende- und Empfangsstation für andere Systeme sein, zum Beispiel für Parkraumüberwachung, Lärmmessung, Verkehrsfluss oder für WLAN. Entsprechende Tests dazu sollen durchgeführt werden, um erste Erfahrungen für weitere Anlagen zu sammeln.

Viele Duisburgerinnen und Duisburger beteiligt

Das sind nur einige Beispiele von Projekten und Maßnahmen, die zunächst in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Masterplans Digitales Duisburg umgesetzt werden sollen. Eine Fortschreibung des Plans einschließlich der Aufnahme von neuen Projekten soll es alle zwei Jahre geben. Auch dann ist wieder eine breite Beteiligung im Rahmen von Veranstaltungen und Workshops vorgesehen.

Mit dem Masterplan zur Smart City

Mit dem Masterplan Digitales Duisburg sind wir gut aufgestellt, die Entwicklung Duisburgs zu einer smarten City zum Vorteil der Duisburgerinnen und Duisburger zu gestalten. Aus diesem Grund werden wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten dem Masterplan in der Ratssitzung am 30. September zustimmen. Duisburg gehört damit zu den Vorreitern im Bereich der kommunalen Digitalisierung.